2. – 2. Schuljahr

Ulrike Determann

Ein verregneter Winter

Tropfen, Starkregen, dunkler Himmel und Leuchtpunkte

Zweitklässler beobachten während eines Winters ohne Schnee, jedoch mit viel Regen, Farbenspiele in Natur und Stadt sowie Veränderungen an Menschen. Sie mischenund trüben Farben, mit denen sie das beobachtete Regenszenario nachempfinden.

Im Kunstunterricht alarmiert Paul die Zweitklässler, er hat beim Blick aus dem Fenster Schneeflocken entdeckt. Tatsächlich, ein Schnee-Regen-Gemisch fällt vom Himmel, was sich jedoch schnell ausschließlich in Regen verwandelt. Die Enttäuschung macht sich im Gespräch über das anhaltende Regenwetter in diesem Winter Luft. Doch erzählen einige Kinder auch von ihren interessanten Wetterbeobachtungen: „Der Himmel hatte dicke graue Wolken, aber seine Farbe sah eher grün aus, was wiederum auf Ungläubigkeit stößt. Ich stelle die Beobachtungsaufgabe: „Beschreibe die Himmelsfarbe bei Regenwetter bis nächste Woche und verspreche den Kindern, Kunstwerke zu diesem Thema mitzubringen.
Grüner Himmel brauner Himmel?
In der nächsten Kunststunde gibt es einige Kinder, die einen grün-grauen und sogar braunen Himmel „mit etwas Gelb beim Regen beobachtet haben. Das bestätigt sich auch bei Kunstwerken zum Regenwetter, die zunächst erst einmal alle gezeigt werden, ehe beim nächsten Blick darauf alle Äußerungen darüber willkommen sind. Zeit für Fragen bleibt ebenso, auch Favoriten unter den Kunstwerken dürfen benanntwerden. Schnell stellt sich heraus, dass die meisten Bilder nicht aus der heutigen Zeit stammen. Wotan hat es an der Kleidung der Menschen erkannt.
Regenwetter Regenkleidung
Wie sehen die Menschen heute aus, wenn sie im Regen draußen sind? Gummistiefel, Regencape, Matschhosen werden genannt. Einen Regenschirm habe ich zum genauen Betrachten dabei. Aufgespannt ist er ganz schön groß, hat Speichen, die ihn, seitlich betrachtet, in Halbkreisform bringen. Es wäre doch spannend, Regenbilder zu malen, mit der eigenen Beobachtung der Himmelsfarben und mit Menschen, die aus der jetzigen Zeit stammen.
Die Zweitklässler sind begeistert, zumal sie diese Situation nun fast jeden Tag erleben. Auf einem Skizzenblatt üben die Kinder Menschen mit Regenkleidung und Schirmezu zeichnen. Wie hält man eigentlich einen Schirm? Ariane ist unser Schülermodell und macht es vor. Nun können auch alle gleich beobachten, wie groß so ein Schirm ist und wie viel von Ariane darunter verschwindet. Eifrig werden Zeichnungen verändert und neue Schirme versucht.
„Unterwegs im Regen
So heißt die bildnerische Aufgabe. Gemeinsam wird überlegt, was sich alles darin verbirgt. Wer ist unterwegs? Wo kann man unterwegs sein? Vorgegeben ist lediglich der Regen. Vieles ist möglich, auch die Wahl des Papierformats richtet sich nach der Bildidee. Schnelle Ideen werden im Plenum besprochen und ebenso die bevorzugte Formatwahl. So liegt es bei Linea nahe, wenn ihre Menschen durch eine Straße mit hohen Häusern laufen, ein Hochformat zu wählen. Graue Tonpapiere, ca. DIN A3, einige auch quadratisch, liegen bereit. Nach kurzer Bedenkzeit suchen die Kinder das passende Papier. Mit Tafelkreide geht es an die Vorzeichnung. Wichtig ist, die Bildgegenstände möglichst groß ins Format zu setzen.
Regenstimmung erproben
Vor dem farbigen Arbeiten soll die erlebte Regenstimmung in Erinnerung gerufen werden. Auch die Kunstwerke geben Gedankenanstoß. Farben, die für verschiedene Regenstimmungen benötigt werden, werden besprochen und an die Tafel geschrieben. Dass trübe Farben durch ein Mischen mit Grau entstehen, muss noch einmal aufgefrischt werden. Auf einem A4-Blatt wird eine kurze Experimentierphase eingeschoben, bei der die Zweitklässler erproben, Farben mit Grau zu trüben und aufzutragen und im Vergleich die Regenwetterfarben auf eine Schicht Deckweiß zu malen, die noch nicht trocken sein darf. Erfahrungen werden besprochen und Ergebnisse angesehen. Lina findet die zweite Variante „sehr cool, während Paul bei der ersten...

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