2. – 2. Schuljahr

Elisa Wiegand

Erde im Wandel

Niederschlag zu wenig oder zu viel?

Die Lebenswelt der Kinder wird überschüttet mit Nachrichten über den Klima-wandel. Doch wissen sie, was damit gemeint ist? Eine zweite Klasse beschäftigtsich mit diesem aktuellen Thema. Gestalterisch startend stehen ihnenzeichnerische und malerische Zugänge in ihren Aufgaben zur Verfügung.

Aktuell gibt es viele Inputs zum Thema Klimawandel. In Buchhandlungen und im Internet werden die Auswirkungen des Klimawandels und die Gefahr für die Zukunft umfangreich aufgezeigt. Dieser Beitrag zeigt, wie ein solch aktuelles Thema Kindern einer zweiten Klasse, deren Neugier und Forschdrang geweckt ist, vermittelt wird. Zeitgleich soll ihnen die Angst, die mit Katastrophenbildern einhergeht, genommen werden.
Unterschied Wetterund Klima
Wir erkunden den Unterschied zwischen Wetter und Klima (s. Kasten Unterscheidung) und nehmen uns Zeit, Fragen zu beantworten. Die Kinder sind interessiert und finden sofort aus ihrer eigenen Lebenswelt, ihrem räumlichen Umfeld Parallelen. Das Wissen wird als Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema genutzt.
Unterscheidung
Unterscheidung
Wetter und Klima als Voraussetzung
  • Das Wetter beschreibt den Zustand der Luft an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Oft wird es allgemein umschrieben Aprilwetter, Matschwetter, warmes oder kaltes Wetter. Um das Wetter genauer zu beschreiben, misst man u.a. die Lufttemperatur, den Luftdruck, die Windgeschwindigkeit und die Windrichtung, die Sonnenscheindauer, die Menge an Niederschlag. Das Wetter kann sich mehrmals am Tag ändern.
  • Wenn wir vom Klima sprechen, dann meinen wir den typischen jährlichen Ablauf des Wetters. Die Aussagen zum Klima leitet die Wissenschaft aus den Wetterbeobachtungen über viele Jahre ab. Klimaforscherinnen und -forscher sagen, dass man das Wetter an einem Ort mindestens 30 Jahre beobachten muss, um eine Aussage über das dortige Klima treffen zu können.
Wie erleben Kinderden Klimawandel?
Ich stelle den Kindern das Buch „Regenland + Trockenland von Michael Engler (s. Kasten Kinderbuch ) vor. Während des Vorlesens halte ich die Kinder durch Fragen gespannt und lasse sie zu den Bildern und dem weiteren Verlauf Vermutungen aufstellen. Lamar und Neneh, zwei Kinder aus unterschiedlichen Kulturen und Wohnorten, sind die Hauptcharaktere. Durch diese schafft es der Autor, die Kinder in die jeweilige Welt zu holen und ihnen die Möglichkeit zum Nachdenken und Philosophieren zu geben. Wir sprechen darüber, was sich auf unserer Erde mit dem Klimawandel verändert und wie die zwei Kinder das erleben. Die Tafel nutzen wir für eine Sammlung von Ideen zu den Fragen: Was macht das Trocken- oder Regenland aus? Was brauchen Menschen, um darin überleben zu können? Das Trockenland vergleichen die Kinder mit der Wüste, einer aufgerissenen Landschaft ohne Leben. Regenland hingegen ist bei einigen Kindern in Gedanken komplett überschwemmt, der Mensch lebt unter Wasser oder von permanentem Regen geplagt.
Tiefere Auseinander-setzung
Die Neugier der Kinder war geweckt. Wir beginnen mit der tieferen Auseinandersetzung des Themas. Die Kinder können zwischen zwei Aufgaben wählen. An Gruppentischen liegen die Arbeitsaufträge noch einmal schriftlich bereit. Die Kinder teilen der Lehrkraft ihre Interessen mit. Entsprechend dieser versammeln sich immer 4 bis 5 Kinder in den Gruppen. Die Materialerkundung und die Ideenreise können beginnen.
Landschaft in Trockenlandoder Regenland
Arbeitsauftrag:
  • Schau auf den Materialtisch.
  • Entwickelt gemeinsam eine Landschaft im Trockenland oder Regenland!
  • Nutzt dafür das Material!
Nach einer Stunde intensiver Arbeit machen wir eine Zwischenpräsentation und begutachten die bisher erreichten Ergebnisse. „Wow, das sieht ja richtig echt aus!, sagte eine Schülerin zum Trockenland. Marilena stellt fest, dass es wie eine Wüste aussieht. Impuls hierfür war das Buch von Michael Engler, der die...

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